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Die Meister hinter unseren Gemälden
Hans Holbein d. J. – der Maler, der Heinrich VIII. unsterblich machte
* 1497/98 in Augsburg · † 1543 in London
Er malte Gelehrte, Kaufleute, Königinnen und einen König, den bis heute jeder vor Augen hat. Wenn wir an Heinrich VIII. denken, sehen wir ihn so, wie Holbein ihn gemalt hat.
Von Augsburg an den englischen Hof
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Eine Malerfamilie
Hans Holbein der Jüngere wird 1497 oder 1498 in Augsburg geboren. Sein Vater, Hans Holbein der Ältere, ist ein angesehener Maler; bei ihm lernen Hans und sein Bruder Ambrosius das Handwerk. Um 1515 ziehen die beiden Brüder nach Basel, damals ein Zentrum des Buchdrucks.
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Kritzeleien für Erasmus
In Basel zeichnet der junge Holbein witzige Randbilder in ein Exemplar von Erasmus' „Lob der Torheit“. Der berühmte Gelehrte wird sein Förderer, Holbein malt ihn mehrfach. Daneben entwirft er Buchschmuck, Glasfenster und Fassaden für die Stadt.
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Bilder, die erschrecken
Holbein kann auch das Unheimliche: Sein „Toter Christus im Grab“ zeigt einen Leichnam in schonungsloser Länge – Dostojewski war davon so erschüttert, dass er das Bild in seinem Roman „Der Idiot“ verewigte. Für seine Holzschnittfolge „Totentanz“ holt der Tod Papst, Kaiser und Bauer gleichermaßen.
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Aufbruch nach England
Mit der Reformation brechen in Basel die Aufträge für Kirchenbilder weg. 1526 reist Holbein mit einem Empfehlungsschreiben von Erasmus nach London zu Thomas More, dem späteren Lordkanzler, und malt dessen berühmtes Bildnis. 1532 kehrt er endgültig nach England zurück.
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Ein Schädel im Bild
1533 malt er „Die Gesandten“: zwei Franzosen inmitten von Globen, Instrumenten und Büchern. Quer über den Boden liegt ein seltsam verzerrter Fleck – erst von schräg seitlich betrachtet wird daraus ein Totenschädel.
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Im Dienst des Königs
Mitte der 1530er-Jahre arbeitet Holbein für Heinrich VIII. Er malt den König, seine Familie und den Hof, entwirft Schmuck, Prunkgefäße und Festdekorationen. 1537 entsteht ein lebensgroßes Wandbild im Palast von Whitehall – es prägt das Bild des Königs bis heute.
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Anna von Kleve und das Ende
1539 schickt Heinrich ihn an den Rhein, um seine mögliche Braut Anna von Kleve zu malen. Die Ehe hält 1540 nur ein halbes Jahr. Die Legende, Holbein habe sie geschönt und sei in Ungnade gefallen, ist nicht belegt – er bleibt Hofmaler. 1543 stirbt er in London, vermutlich an der Pest; sein Grab ist unbekannt.
Seine berühmtesten Gemälde
Fünf Bildnisse, die Geschichte geschrieben haben – heute in London, Basel, New York, Paris und Madrid.
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Die Gesandten Pracht, Wissen und ein versteckter Totenschädel – eines der rätselhaftesten Bilder der Kunstgeschichte. -
Erasmus von Rotterdam Der große Gelehrte beim Schreiben, im Profil, ganz in Gedanken versunken. -
Sir Thomas More Samt, Pelz und Amtskette – und ein Blick, der jedes Detail erfasst. -
Anna von Kleve Das Brautbild für Heinrich VIII. – frontal, ruhig und prachtvoll gekleidet. -
Heinrich VIII. Das einzige erhaltene gemalte Bildnis des Königs, das Holbein selbst zugeschrieben wird.
Die Geschichte hinter dem Bild
Der König, wie ihn alle kennen
Breite Schultern, prunkvolle Ärmel, Barett, Goldketten und ein Blick, der keinen Widerspruch duldet: So stellen wir uns Heinrich VIII. vor. Dieses Bild hat Holbein geschaffen.
1537 malt er den König lebensgroß auf eine Wand im Palast von Whitehall. 1698 verbrennt das Wandbild beim großen Palastbrand – erhalten sind Holbeins Vorzeichnung und viele Kopien, die das Bild in ganz Europa verbreiten.
Das kleine Bildnis in Madrid entstand in derselben Zeit und gilt als das einzige erhaltene gemalte Porträt des Königs von Holbeins eigener Hand. Genau diese Macht und Pracht geben wir Eurem Liebling.
Euer Liebling als König
Wir übernehmen Holbeins Komposition – Barett, Goldketten, prachtvolle Ärmel – und setzen Euren Liebling auf den Thron. Fell, Zeichnung und Blick stammen aus Eurem Foto. Die Vorschau ist kostenlos.
Abbildungen der Originalgemälde: gemeinfrei, über Wikimedia Commons.