Die Meister hinter unseren Gemälden

Leonardo da Vinci – das Genie hinter dem berühmtesten Lächeln der Welt

* 15. April 1452 in Vinci bei Florenz · † 2. Mai 1519 in Amboise

Er entwarf Flugmaschinen, sezierte Körper, plante Kanäle und Festungen – und vollendete in seinem ganzen Leben weniger als zwanzig Gemälde. Eines davon kennt heute jeder Mensch auf der Welt.

Bildnis eines alten Mannes, um 1512, Rötel – gilt als Selbstbildnis, ist aber umstritten. Biblioteca Reale, Turin
Bildnis eines alten Mannes, um 1512, Rötel – gilt als Selbstbildnis, ist aber umstritten. Biblioteca Reale, Turin

Ein Leben voller Ideen

  1. Ein Kind vom Land

    Leonardo kommt 1452 in oder bei dem toskanischen Dorf Vinci zur Welt, als uneheliches Kind des Notars Ser Piero. Eine Lateinschule besucht er nicht – später nennt er sich selbst einen „Mann ohne Bildung“. Seine Lehrmeisterin ist die Natur, die er unermüdlich beobachtet.

  2. In der Werkstatt Verrocchios

    In Florenz lernt er bei Andrea del Verrocchio, einem der bedeutendsten Künstler der Stadt. An dessen „Taufe Christi“ malt der junge Leonardo einen Engel. Der Biograf Vasari erzählt, Verrocchio habe danach nie wieder einen Pinsel angerührt – eine schöne, aber unbelegte Legende.

  3. Am Hof von Mailand

    Um 1482 geht Leonardo nach Mailand zu Ludovico Sforza. In seinem Bewerbungsbrief preist er sich vor allem als Ingenieur für Brücken, Kanonen und Festungen – die Malerei erwähnt er erst am Ende. Für den Herzog plant er ein riesiges bronzenes Reiterstandbild, das nie gegossen wird.

  4. Das Abendmahl

    Für das Kloster Santa Maria delle Grazie malt er in den 1490er-Jahren das „Abendmahl“. Statt in feuchten Putz zu malen, wie es für Fresken üblich ist, experimentiert er auf trockener Wand – das erlaubt ihm feinste Übergänge, doch die Farbe beginnt schon zu seinen Lebzeiten zu blättern.

  5. Spiegelschrift und Flugmaschinen

    Tausende Seiten seiner Notizbücher sind erhalten, die meisten in Spiegelschrift von rechts nach links. Darin stehen Studien zu Vogelflug und Wasserwirbeln, Entwürfe für Flug- und Kriegsmaschinen und anatomische Zeichnungen, die ihrer Zeit weit voraus sind.

  6. Das Bild, das er nie abgab

    Um 1503 beginnt Leonardo in Florenz das Bildnis der Lisa Gherardini, Ehefrau des Kaufmanns Francesco del Giocondo. Abgeliefert hat er es offenbar nie: Er arbeitet über Jahre daran weiter und nimmt es mit, wohin er auch geht.

  7. Ein Lebensabend in Frankreich

    1516 folgt Leonardo der Einladung des französischen Königs Franz I. und zieht mit seinen Bildern nach Amboise an der Loire. Dort stirbt er am 2. Mai 1519. So kommt die Mona Lisa nach Frankreich – und schließlich in den Louvre.

Seine berühmtesten Gemälde

Fünf von weniger als zwanzig Bildern – heute in Mailand, Florenz, Krakau, Washington und Paris.

  • Das Abendmahl, um 1495–98
    Das Abendmahl um 1495–98 · Santa Maria delle Grazie, Mailand Der Moment nach „Einer von euch wird mich verraten“ – dreizehn Menschen, dreizehn Reaktionen.
  • Die Verkündigung, um 1472–76
    Die Verkündigung um 1472–76 · Uffizien, Florenz Ein frühes Meisterwerk: der Engel, Maria und eine Landschaft, die im Dunst verschwimmt.
  • Die Dame mit dem Hermelin, um 1489–91
    Die Dame mit dem Hermelin um 1489–91 · Czartoryski-Museum, Krakau Cecilia Gallerani mit einem weißen Hermelin im Arm – ein frühes Haustierporträt, wenn man so will.
  • Ginevra de' Benci, um 1474–78
    Ginevra de' Benci um 1474–78 · National Gallery of Art, Washington Das einzige Gemälde Leonardos in Amerika: eine junge Frau vor einem Wacholderstrauch.
  • Mona Lisa, um 1503–19
    Mona Lisa um 1503–19 · Louvre, Paris Das berühmteste Gemälde der Welt – gemalt mit dem weichen Sfumato, das keine harten Linien kennt.

Die Geschichte hinter dem Bild

Der Tag, an dem die Mona Lisa verschwand

Im August 1911 hängt im Louvre plötzlich nur noch vier Haken an der Wand. Die Mona Lisa ist weg. Paris ist in Aufruhr, die Zeitungen der Welt berichten. Sogar der Dichter Guillaume Apollinaire kommt für einige Tage in Haft, auch Pablo Picasso wird verhört – beide sind unschuldig.

Der Dieb ist der Italiener Vincenzo Peruggia, der im Louvre gearbeitet hatte. Gut zwei Jahre versteckt er das Bild in seinem Pariser Zimmer. Im Dezember 1913 bietet er es einem Kunsthändler in Florenz an – und wird gefasst.

Erst durch den Raub wird die Mona Lisa zum Weltstar. Heute sehen sie jedes Jahr Millionen Menschen hinter Panzerglas. Und ihr geheimnisvolles Lächeln malen wir jetzt auch für Euren Liebling.

Das Original von Leonardo da Vinci
Das Original von Leonardo da Vinci
Moglis Handyfoto Mogli als Mona Lisa
Mogli als Mona Lisa

Euer Liebling als Mona Lisa

Wir übernehmen Leonardos Komposition – die verschränkten Hände, die Landschaft im Dunst, das geheimnisvolle Lächeln – und setzen Euren Liebling hinein. Fell, Zeichnung und Blick stammen aus Eurem Foto. Die Vorschau ist kostenlos.

Abbildungen der Originalgemälde und der Zeichnung: gemeinfrei, über Wikimedia Commons.