Die Meister hinter unseren Gemälden

Gustav Klimt – der Maler, der Wien vergoldete

* 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien · † 6. Februar 1918 in Wien

Ein Goldgraveurssohn, der die Kunst seiner Stadt auf den Kopf stellte: Gustav Klimt malte Skandale und Schönheit, Landschaften und Ikonen – und hielt sich in seinem Atelier viele Katzen.

Gustav Klimt mit Katze vor seinem Atelier, 1911 – Foto: Moriz Nähr
Gustav Klimt mit Katze vor seinem Atelier, 1911 – Foto: Moriz Nähr

Vom Goldgraveurssohn zum Star der Moderne

  1. Gold im Blut

    Gustav Klimt kommt 1862 als zweites von sieben Kindern zur Welt. Sein Vater ist Goldgraveur, das Geld ist knapp. Mit 14 erhält er einen Platz an der Wiener Kunstgewerbeschule – und lernt dort das Handwerk, das später sein Markenzeichen wird: Ornament, Metall, Glanz.

  2. Die Künstler-Compagnie

    Mit seinem Bruder Ernst und dem Freund Franz Matsch gründet er eine Werkstatt für Wandmalerei. Die drei malen Decken im neuen Burgtheater und Zwickelbilder im Treppenhaus des Kunsthistorischen Museums. Der junge Klimt ist gefragt, gelobt – und noch ganz brav.

  3. Der Bruch

    1892 sterben kurz nacheinander sein Vater und sein Bruder Ernst. Klimt zieht sich zurück und sucht einen neuen Weg. 1897 gründet er mit anderen die Wiener Secession und wird ihr erster Präsident. Über dem Eingang ihres Hauses steht bis heute: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“.

  4. Skandal an der Universität

    Für die Wiener Universität soll er die Fakultäten Philosophie, Medizin und Jurisprudenz malen. Statt erhabener Allegorien zeigt er schwebende, nackte, verletzliche Menschen. 87 Professoren protestieren. Klimt kauft seine Bilder schließlich zurück – 1945 verbrennen sie in einem Schloss in Niederösterreich.

  5. Die goldene Phase

    Auf einer Reise nach Ravenna sieht er 1903 die byzantinischen Mosaiken – Gold, Glanz, Flächen ohne Tiefe. Klimt legt Blattgold in seine Bilder, wie sein Vater es auf Metall getan hatte. Es entstehen „Adele Bloch-Bauer I“ und „Der Kuss“ – zwei der berühmtesten Bilder Österreichs.

  6. Emilie, der Attersee und die Katzen

    Verheiratet ist Klimt nie, seine engste Vertraute ist die Modeschöpferin Emilie Flöge. Mit ihr verbringt er viele Sommer am Attersee und malt quadratische Landschaften, manche mit einem Fernglas als Sucher. In seinem letzten Atelier in Hietzing leisten ihm viele Katzen Gesellschaft.

  7. Das Ende

    Im Januar 1918 erleidet Klimt einen Schlaganfall, wenig später kommt eine Lungenentzündung hinzu. Er stirbt am 6. Februar 1918 in Wien, mit 55 Jahren. In seinem Atelier bleiben unvollendete Bilder zurück – mitten im Malen angehalten.

Seine berühmtesten Gemälde

Fünf Bilder zwischen Wien, Dresden und New York – vom Kampfgeist der Secession bis zum Gold, das um die Welt ging.

  • Pallas Athene, 1898
    Pallas Athene 1898 · Wien Museum, Wien Die Göttin der Weisheit als Kampfansage – und schon hier blitzt Gold auf.
  • Bildnis Emilie Flöge, 1902
    Bildnis Emilie Flöge 1902 · Wien Museum, Wien Seine Vertraute im blauen Kleid – schlank, stolz und voller Ornamente.
  • Buchenwald I, 1902
    Buchenwald I 1902 · Galerie Neue Meister, Dresden Stille statt Gold: Stämme wie ein Vorhang, gemalt im typischen quadratischen Format.
  • Adele Bloch-Bauer I, 1907
    Adele Bloch-Bauer I 1907 · Neue Galerie, New York Die „Frau in Gold“ – Porträt, Ikone und 2006 das teuerste je verkaufte Gemälde.
  • Der Kuss, 1907/08
    Der Kuss 1907/08 · Belvedere, Wien Zwei Liebende, eingehüllt in Gold auf einer Blumenwiese – Klimts berühmtestes Bild.

Die Geschichte hinter dem Bild

Die Frau in Gold

Der Zuckerindustrielle Ferdinand Bloch-Bauer bestellt ein Porträt seiner Frau Adele. Klimt arbeitet rund drei Jahre daran, legt Schicht um Schicht Blattgold und Silber auf und bettet Adele in ein Meer aus Augen, Spiralen und Ornamenten. 1907 ist das Bild fertig.

Nach dem „Anschluss“ 1938 rauben die Nationalsozialisten das Gemälde. Im Belvedere hängt es jahrzehntelang als „Dame in Gold“ – ohne den Namen der jüdischen Familie. Adeles Nichte Maria Altmann kämpft dafür, es zurückzubekommen, und gewinnt 2006 nach einem langen Rechtsstreit.

Noch im selben Jahr kauft Ronald Lauder das Bild für seine Neue Galerie in New York – für berichtete 135 Millionen Dollar, damals ein Rekord. Die Geschichte wurde 2015 als „Die Frau in Gold“ verfilmt. Und ihr Gold leuchtet jetzt auch für Euren Liebling.

Das Original von Gustav Klimt
Das Original von Gustav Klimt
Cocos Handyfoto Coco als Adele
Coco als Adele

Euer Liebling in Gold

Wir übernehmen Klimts goldene Komposition – Ornamente, Glanz und Haltung – und setzen Euren Liebling an Adeles Stelle. Fell, Zeichnung und Blick stammen aus Eurem Foto. Die Vorschau ist kostenlos.

Abbildungen der Originalgemälde und Foto: gemeinfrei, über Wikimedia Commons.